Regenwassernutzung in einem Holzhaus

Wer mit dem Gedanken spielt, ein exklusives Holzhaus oder Designhaus zu bauen, sollte auch auf späteren Nebenkosten achten. Dies gilt nicht nur für Strom und Heizung, sondern auch für die Bewässerung. Nutzen Sie die Möglichkeit mit einem “Brunnen” im Garten Ihre Zierpflanzen und Nutzpflanzen zu bewässern. Auch eine entsprechende Regenwassertonne bieten Abhilfe, sollten Sie keine Möglichkeit haben einen Brunnen zu errichten, um den Garten zu wässern. Das man aber auch das Regenwasser nutzen kann um z.B. in der Toilette teures Trinkwasser einzusparen bedenken die wenigsten.

Man rechnet ca. 115 Liter Trinkwasserverbrauch pro Person. Hiervon werden lediglich ca. 3 Liter für Essen und Trinken verwendet. Der Rest wird für Duschen/ Baden, Wäschewaschen, Geschirrspüler, Putzen und die Gartenbewässerung verbraucht. Mehr als die Hälfte des kostbaren Wassers wird für den Garten, Wäschewaschen und der Toilette verbraucht.

Grundsätzlich kann man Regenwasser überall im Haus nutzen, wo nach den gesetzlichen Regelungen der Trinkwasserverordnung für das verwendete Wasser keine Trinkwasserqualität erforderlich ist. Dies gilt auch für Ihre Waschmaschine. Das Regenwasser ist wesentlich weicheres Wasser, was sogar den Bedarf an Reinigungsmitteln bzw. Waschmitteln senkt. Ebenso ist in der Regel, Trinkwasser wesentlich kalkhaltiger als Regenwasser, was den Zusatz von Kalklösern und somit eine zusätzliche Umweltbelastung minimiert. Durch die Verwendung von Regenwasser in der Toilettenspülung und Waschmaschine ist eine vierköpfige Familie in der Lage, bis zu 90m3 an Trinkwasser einzusparen. Das spart nicht nur Geld, es entlastet auch die Umwelt.

Das Regenwasser wird in der im Boden am Haus befindlichen Zisterne gesammelt. Durch eine Pumpe, Steuerung und Filtersystem wird das Regenwasser aus der Zisterne gereinigt zurück gefördert. Das vorgefilterte Wasser reinigt sich eigenständig von Schwerstoffen, da diese auf den Boden der Zisterne absinken. Da das Regenwasser nicht den Anforderungen als Trinkwasser gerecht wird, muss man 2 von einander getrennte Rohrsysteme zu den jeweiligen Verbrauchern führen. Die Größe der Anlage richtet sich nach der Anzahl der Bewohner im Holzhaus. Hierbei rechnet man ca. 800 Liter pro Person. Für ein Holzhaus Einfamilienhaus entspricht dies etwas 3 – 5 Kubikmeter. Die Kosten für eine Regenwassernutzanlage im Holzhaus liegen zwischen 4.000  bis 6.000€.

Leider gibt es keine bundeseinheitliche Regelung für Förderungen. Ob und wie hoch eine Förderung im Einzelfall ausfallen kann, erfahren Sie bei ihrem Rathaus, der Kreisverwaltung oder zuständigen Wasserwerken.

Ebenso wichtig ist es Verbrauche, wie z.B. einen tropfenden Wasserhahn, der bis zu 2.000 Liter pro Jahr “verschwendet”, zu reparieren bzw. auszutauschen.

Weitere Informationen
http://www.ea-nrw.de/