Kachelöfen beim Hausbau
Bereits ca. 2500 v. Chr. wurden erste Vorläufer unserer heute bekannten Kachelöfen zum beheizen der Wohnräume genutzt. Die aus Schamottsteinen und Kacheln erstellten Öfen erzeugen eine wohlige Wärme im Holzhaus. Die Schamottsteine und Kacheln geben die Wärme an die Raumluft ab. Ebenso speichern die Keramiken diese Wärme und können langfristig an die Raumluft abgeben. Der Raum wird angenehm temperiert und bietet dem Holzhaus Besitzer wohlige Wärme. Je nach Größe und Nutzart des Raumes wird der Kachelofen von dem Kachelofenbauer exklusiv und individuell angepasst und rundet das ganze Erscheinungsbild des Raumes ab.
Grundsätzlich unterscheidet man:
Grundkachelofen
Mit einem Wirkungsgrad von fast 90% gibt er, die in der Schamottmasse gespeicherte Wärme über Stunden ab. Geheizt wird er in der Regel mit trockenem naturbelassenen Stückholz. Lediglich die Aufheizphase, also bis Wärme zu spüren ist, dauert etwas. Ist er jedoch einmal aufgeheizt, gibt er über Stunden eine behagliche Wärme ab.
Warmluftkachelofen
Die Warmluftkachelöfen geben zusätzlich Wärme (ca. 70%) direkt über Luftgitter in den Raum ab. So erwärmt sich der Raum schneller als bei Grundkachelöfen. Der Rest wird wie beim Grundkachelofen über die Schamottsteine nach und nach an den Raum abgegeben. Ebenso können Sie, wenn Heizeinsätze aus Grauguß verbaut wurden, diesen Ofen statt nur mit Holz auch mit Öl oder Gas befeuern. Die Warmluftkanäle erlauben es, die Wärme in mehrere Räume zu transportieren und somit auch komplette Etagen zu beheizen.
Kachelkamin
Der Kachelkamin ist im Prinzip ein Grundofen. Mit dem Unterschied, dass die Flamme durch Keramikglas beobachtet werden kann. Gegenüber einem Offenen Kamin ist die Energieausbeute wessentlich höher.
Kachelherd
Der Kachelherd kann zum Heizen, Kochen, Backen und zur Warmwassererzeugung genutzt werden. Als Ergänzung in der Einbauküche mit Mikrowelle und Pizzaofen ist er eine Bereicherung für den Koch oder die Köchin.
Kombiofen
Er ist eine Kombination aus Grundofen und Warmluftofen. Hier wird Strahlungswärme über die Speichermasse abgegeben und somit bleibt die Umgebung sehr lange warm. Um den gusseisernen Heizeinsatz wird eine Hohlstelle gelassen, so dass sich die Luft an der metallischen Fläche sofort erwärmen kann.
Grundsätzlich muss man zum Betrieb dieser Öfen einen “zweizügigen” Schornstein besitzen, da man zusätzlich in der Regel auf eine Gas oder Öl Heizung zurückgreifen muss.
Bei Interesse an einem Ofen sollten vorher mit dem Architekten (Neubau) oder Schornsteinfeger (Altbau) gesprochen werden. Diese können in der Regel hilfreiche Tipps geben.
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